Kazuki Sakuraba

Kazuki Sakuraba – Das Haus der roten Töchter

Rezensionsexemplar/ Werbung | Kazuki Sakuraba | übersetzt von Marie Rahn | 496 Seiten | 10,99€ | Verlagsgruppe Randomhouse/ Heyne Verlag 

Toko erzählt chronologisch die Geschichte ihrer Familie und beginnt bei ihrer Großmutter. Danach berichtet sie über ihre Mutter und dann über sich.

„Die Zeit schritt voran, und niemand konnte sie aufhalten. Das Lächeln der Toten erschien und verblasste wieder.“

(Kazuki Sakuraba, Das Haus der roten Töchter, S. 472)

Inhalt

Manyo Akakuchiba stammt ursprünglich nicht aus dem Dorf, in dem sie ihr Leben lang wohnt. Der Stamm der Bergmenschen hat sie bei einem ihrer Besuche unten im Dorf zurückgelassen. Das kommt vermutlich daher, da sie die Zukunft voraussehen kann. Ein junges Pärchen nimmt das Mädchen damals auf und zieht sie groß. Jahre später heiratet sie in die reichste Familie des ganzen Dorfes ein. Alle Fragen sich, warum der Sohn dieser Familie sich ausgerechnet für Manyo entschieden hat. Schließlich bekommt das junge Paar selbst Kinder, die unterschiedlicher nicht sein können. Eines dieser Kinder ist die feurige Kemari, die schwer zu bändigen ist. Als diese später erwachsen ist und heiratet, bringt sie Toko zur Welt. Toko lässt sich die Geschichte ihrer Familie von ihrer Mutter und ihrer Großmutter erzählen. Sie forscht aber auch überall nach, wo es möglich ist. Denn bevor ihre Großmutter stirbt, vertraut sie Toko ein schreckliches Geheimnis an.

Meinung

Mir hat die Dreiteilung des Buches gut gefallen. Chronologisch erzählt Kazuki Sakuraba durch ihre Figur Toko zuerst die Geschichte von Manyo, dann von Kemari und zuletzt von Toko selbst. Die Überschriften der einzelnen Kapitel mochte ich immer sehr gerne. Auch die geschichtlichen, kulturellen und geografischen Fakten über Japan waren sehr interessant. Der Fakt des Hellsehens von Manyo war in meinen Augen sehr spannend, da dieser ein eine Real-Erzählung eingebaut wurde und von der abergläubischen Bevölkerung einfach hingenommen wurde. Manyo war für mich auch der interessanteste Charakter des Buches. Da hört es dann allerdings leider auch schon auf.

 

Kazuki Sakuraba

 

Ich muss sagen, dass die Handlung sich sehr gezogen hat. Teile des Buches waren interessant, aber das Buch von Kazuki Sakuraba hatte durchaus seine Längen. Gefühlt bin ich sehr langsam vorangekommen und musste das Buch immer mal wieder weglegen, da es zwischendurch an Spannung eingebüßt hat. Das ist sehr schade, denn der Stoff des Buches war an sich gut. Doch in der Mitte des Buches war einfach kein Spannungsbogen zu erkennen. Es war eher eine seichte Familienerzählung. Allein der Schluss des Buches ließ noch einmal Neugier und Spannung zu.

Fazit

Ein seichtes Buch, das einfach nur nacherzählt und berichtet. Kaum Spannung, aber Pluspunkte gibt es für die interessanten Namen der Charaktere. Trotzdem gibt es von mir insgesamt nur 3/5 Sternen.

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